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Larvenmacher: Klassiker sind im Trend, BZ Basel - Januar 2022

  • Autorenbild: Bastian Peter
    Bastian Peter
  • 22. Jan. 2022
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: vor 4 Tagen


Die BZ Basel berichtet in ihrer Ausgabe vom 22. Januar 2022 über Roman Peter und die aktuelle Lage im Larven Atelier Charivari. Nach den schwierigen Monaten der Corona-Zeit bleibt die Situation im Larvenhandwerk angespannt. Gleichzeitig ist in den letzten Wochen wieder etwas Zuversicht spürbar.


Scan des Artikels "Larvenmacher - Klassiker sind im Trend" der BZ Basel im Januar 2022 als die Zeitung uns im Larven Atelier Charivari besuchte.
Klassiker sind im Trend, BZ Basel, Januar 2022

Im Folgenden der Artikel aus der BZ Basel vom 22.1.2022 in gut lesbarer Form.


BZ Basel vom 22.1.2022


Larvenmacher - Klassiker sind im Trend


Normalerweise hätte Larvenmacher Roman Peter in dieser Zeit bis in die späten Abendstunden zu tun. Schätzungsweise 2500 Larven stellen er und sein Team jeweils für die Fasnacht her. «Ich geniesse es, für mich allein zu sein und die Larven zu malen, wenn es draussen dunkel ist», sagt Peter. «Dann höre ich mein Hörbuch und konzentriere mich auf die Arbeit.» Während er die vermehrte Freizeit geniesst, vermisst er diese langen Tage auch. Denn in diesem Jahr werden es nur etwa 300 Larven sein.

«Die meisten Cliquen sind davon ausgegangen, dass es keine Fasnacht gibt. Deshalb haben sie auch keine Larven bestellt», sagt Roman Peter. Hinzu komme, dass viele bei der nächsten Fasnacht ihre noch ungetragenen Larven von 2020 recyceln würden. «Das macht mir in Bezug auf die kommenden Jahre schon etwas Bauchweh. Wir verzeichnen jetzt schon einen Verlust von 80 Prozent – und wir wissen nicht, ob ab nächstem Jahr alles wieder normal läuft.»

In den letzten zwei bis drei Wochen habe er aber einen Aufwind gespürt. «Es ist wieder mehr Zuversicht spürbar und einige sind jetzt doch der Überzeugung, dass eine Fasnacht samt Kostüm und Larve stattfindet», sagt der Larvenmacher. Zwei Stammcliquen hätten spontan noch Larven bestellt, sonst seien es primär Einzelmasken oder kleinere Gruppierungen, die jetzt noch Bestellungen aufgaben. «Wir sind natürlich sehr dankbar, dass wir neue Aufträge bekommen. Aber wir haben auch viel weniger Zeit als sonst.»

Bestellt werden laut Peter vor allem Standard-Larven wie Waggis, Ueli oder Harlekin und weniger Sujetlarven. Von den Fasnächtlerinnen und Fasnächtlern fühlt sich das Team vom Larven Atelier Charivari sehr unterstützt. «Mehrere Cliquen haben für uns Geld gesammelt», sagt Roman Peter berührt. «Aber ich konnte es nur schwer annehmen.» Er wolle diese Spenden deshalb zumindest in der Form von Arbeit wieder zurückzahlen. «Ich habe nicht erwartet, dass sich die Cliquen so für uns einsetzen und wir Larvenmacher einen so speziellen Stellenwert bei ihnen haben.»

Larvenmacher Roman Peter vom Larven Atelier Charivari. Bild: Kenneth Nars


Solidarität mit dem Larven Atelier Charivari


Dieser Bericht zeigt sehr deutlich, wie stark die vergangenen Monate das traditionelle Larvenhandwerk getroffen haben. Umso mehr freut es uns, dass kurz vor der Fasnacht wieder erste Bestellungen eingehen und dass die Verbundenheit innerhalb der Fasnacht so deutlich spürbar ist.

Unser herzlicher Dank gilt allen grosszügigen Cliquen sowie allen anonymen Spenderinnen und Spendern, die uns durch diese Krise geführt haben. Diese Unterstützung bedeutet uns sehr viel.


Link zum Artikel/Quelle:

"Fünf Fasnächtler sprechen über ihre Gefühle, Pläne und Wünsche"

BZ Basel, bzbasel.ch, Autoren: Aimee Baumgartner, Maximilian Karl Fankhauser und Andreas Möckli, 22. Januar 2022


Weiterführende Artikel/Medienbeiträge betreffend Larvenmacher & Fasnachtsmanufakturen beider Basel zur Corona-Krise:

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