top of page

Die Tradition der Basler Künstlerlarven weiterführen

  • Autorenbild: Larven Atelier Charivari
    Larven Atelier Charivari
  • 14. Jan. 2018
  • 5 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 6. Mai

Die Riehener Zeitung besuchte uns Larvenmacher kurz vor der Fasnacht.


Im Februar 2010 erschien in der Riehener Zeitung ein Beitrag über das Larven Atelier Charivari in Basel. Der Artikel porträtiert die Larvenmacher im Larven Atelier Charivari, ihre Arbeit am Burgfelderplatz und die Weiterführung einer besonderen Basler Tradition: der Künstlerlarve.


Dieser Beitrag ist für uns ein wichtiges Zeitdokument. Er zeigt nicht nur eine Momentaufnahme aus der Hochsaison vor der Fasnacht, sondern auch, wie sehr die Arbeit eines Larvenateliers mit Handwerk, Erfahrung, Kundschaft, Formen, Bemalung und Basler Fasnachtskultur verbunden ist.


Wichtig ist dabei: Die grundsätzliche Geschichte der Basler Künstlerlarve behandeln wir ausführlich in einem eigenen Beitrag. Hier steht der Zeitungsartikel über das Larven Atelier Charivari im Mittelpunkt.



Ein Bild des Zeitungsausschnittes der Riehener Zeitung, die im Jahr 2010 einen langen Artikel über das Larven Atelier Charivari verfasste.
Das Larven Atelier Charivari in der Riehener Zeitung, Februar 2010. Foto: Lukas Müller


Rendez vous mit Larven Atelier Charivari


Im Folgenden dokumentieren wir den Artikel „Rendez-vous mit Larven Atelier Charivari“ aus der Riehener Zeitung, Ausgabe 7 vom 19. Februar 2010. Der Beitrag wurde von Lukas Müller geschrieben und fotografiert.


Am Burgfelderplatz in Basel befindet sich das Larvenatelier Charivari. Roman Peter und Daniel Ebner arbeiten hier vor jeder Fasnacht mehrere Monate lang auf Hochtouren an Künstlerlarven - mit grossem Erfolg. «Larven sind ein Spiegel der Zeit, sie haben sich im Lauf der Jahre stetig verändert, aber ihren Charakter haben sie beibehalten», sagt Roman Peter.

Roman Peter ist in Riehen aufgewachsen, hat die Kunstgewerbeschule besucht, eine Lehre als Repro‚ duktionsfotograf absolivert und hat 1976 auf Wunsch von Freunden und Bekannten ein Larvenatelier in der Innerstadt — auf der Lyss - eröffnet. Drei Jahre später stiess sein Kollege Daniel Ebner hinzu. Auch er ist ein gebürtiger Riehener. Sein Vater war Tambour und Mitglied der Rätz-Clique. Zuerst wirkte er als Dekorateur,, später als Larvenmacher in einem anderen Atelier. Seit 1979 arbeitet er nun mit Roman Peter im Larvenatelier Charivari zusammen, fr Nach bescheidenen Anfängen mit « fünfzig Larven für zwei Gruppen konnten Peter und Ebner ihre Produktion in der Folgezeit sukzessive erhöhen. Zahlreiche, Stammkunden empfahlen das Larvenatelier Charivari, welches sich heute am Burgfelderplatz befindet, weiter. Heute werden dort für jede Fasnacht rund 3000 individuell gestaltete Larven hergestellt. Das Team ist inzwischen auf über zwölf Köpfe angewachsen.


Wichtig ist uns, die Tradition der dig. Vor der Fasnacht arbeiten die be Künstlerlarven in Basel weiterzufüh. den unterstützt von ihrem Team täglich stundenlang. «Es läuft gut, und, das ist an sich erfreulich», berichten sie. «Aber zwischendurch ist es scho, "e Grampf".


Wichtig ist uns eins: Wir wollen die Tradition der Künstlerlarven, weiterführen. Jede Larve hat ihr ureigenes Aussehen - die Malerei wirkt dann am Besten, wenn sie aufs Wesentliche reduziert ist.» Wenn sich jemand für eine neue Larve interessiert, vereinbart erzuerst einen Besprechungstermin. Anschliessend darf er aus mehreren hundert Musterlarven die passende Larve auswählen. Weitere Schritte sind das Anpassen der Larve und die Besprechung der Bemalung und der Accessoires. Wann ist denn der beste Termin für eine Bestellung einer neuen Larve? «Ideal wäre es, wenn sich möglichst viele. Leute schon Ende Sommer oder Anfang Herbst bei uns melden und konkrete Wünsche anbringen würden», schmunzelt Roman Peter. Der Preis einer Larve richtet sich nach Grösse und Aufwand. Die Qualität ist stets dieselbe. Bei den Accessoires wie beispielsweise bei der Perücke besteht finanzieller Spielraum - je nach Budget des Kunden. Vorgängige Offerten für Einzelpersonen, Gruppen und Cliquen sind selbstverständlich, sie können auch präzis eingehalten werden. . Während der Fasnacht können Roman Peter und Daniel Ebrier aufschnaufen. Beide sind mit dabei, der eine als aktiver Vorträbler, der andere als stiller Geniesser in Zivil, mit der «Blaggedde» am Revers. In diesen zauberhaften Momenten, wenn es am Montag 4 Uhr schlägt, dann herrscht bei den Charivari-Larvenmachern vorallem eins: Freude und Erleichterung, dass der ganze Stress vorbei ist. Dann - können die beiden endlich das tun, was an der Fasnacht alle tun: Gässle, bummle, gmietlig syy und gniesse!


Warum dieser Artikel heute wichtig ist


Der Artikel zeigt das Larven Atelier Charivari als Teil einer lebendigen Basler Ateliertradition. Es geht nicht nur um einzelne Larven, sondern um den ganzen Ablauf: Besprechung, Formauswahl, Anpassung, Bemalung, Accessoires, Arbeit im Team und den starken Druck vor der Fasnacht.


Besonders wichtig ist der Satz zur Weiterführung der Künstlerlarven-Tradition. Er beschreibt, was bis heute zentral bleibt: Jede Larve soll ihr eigenes Aussehen haben. Die Bemalung wirkt dann besonders stark, wenn sie nicht überladen ist, sondern den Ausdruck der Larve auf das Wesentliche bringt.


Atelierarbeit zwischen Tradition und Wandel


Basler Künstlerlarven sind keine starre Tradition. Sie verändern sich mit Figuren, Sujets, Kundschaft, Zeitgeist und künstlerischer Auffassung. Trotzdem behalten sie ihren eigenen Charakter.


Genau darin liegt die Aufgabe eines Larvenateliers: Formenwissen bewahren, handwerklich sauber arbeiten, neue Wünsche aufnehmen und trotzdem den besonderen Ausdruck der Basler Larve nicht verlieren.


Das Larven Atelier Charivari und die Basler Fasnachtskultur


Die allgemeine Bedeutung der Basler Larve erklären wir separat im Beitrag Was ist eine Larve an der Basler Fasnacht?


Seit 1976 ist das Larven Atelier Charivari Teil dieser Kultur. Der Artikel aus der Riehener Zeitung dokumentiert eine Phase, in der das Atelier bereits fest in der Basler Fasnacht verankert war und jedes Jahr zahlreiche individuell gestaltete Larven hergestellt wurden.


Für unsere Website ist dieser Beitrag deshalb mehr als ein alter Presseartikel. Er zeigt, wie eng Larvenmacher-Arbeit, Künstlerlarven, Kundschaft, Cliquen, Einzelpersonen und Basler Fasnacht miteinander verbunden sind.


Quelle

Quelle: „Rendez-vous mit Larven Atelier Charivari“, Riehener Zeitung, Ausgabe 7, 19. Februar 2010. Autor und Foto: Lukas Müller.


Weiterführende Links zum Thema "Basler Künstlerlarve"




Fragen zum Riehener-Zeitung-Artikel über das Larven Atelier Charivari



Was zeigt der Artikel aus der Riehener Zeitung von 2010?

Der Artikel zeigt das Larven Atelier Charivari in der Hochsaison vor der Basler Fasnacht. Im Mittelpunkt stehen Roman Peter, Daniel Ebner, die Arbeit am Burgfelderplatz und die Weiterführung der Basler Künstlerlarven-Tradition.


Warum ist dieser Artikel für das Larven Atelier Charivari wichtig?

Der Beitrag dokumentiert, wie das Atelier Charivari bereits 2010 als etabliertes Larvenatelier wahrgenommen wurde. Er zeigt die Arbeit hinter den Larven: Besprechung, Formauswahl, Anpassung, Bemalung, Accessoires und intensive Vorbereitung auf die Fasnacht.


Geht es in diesem Beitrag um die ganze Geschichte der Basler Künstlerlarve?

Nein. Dieser Beitrag ist ein Presse- und Zeitdokument über das Larven Atelier Charivari. Die ausführliche Geschichte der Basler Künstlerlarve behandeln wir in einem eigenen Beitrag.



Was bedeutet es, die Tradition der Basler Künstlerlarven weiterzuführen?

Es bedeutet, die handwerkliche und künstlerische Arbeit an Basler Larven lebendig zu halten: mit eigenen Formen, sorgfältiger Bemalung, individuellem Ausdruck und Verständnis für die Basler Fasnacht.



Welche Rolle spielen Roman Peter und Daniel Ebner in diesem Artikel?

Roman Peter und Daniel Ebner werden im Artikel als prägende Personen des Larven Atelier Charivari vorgestellt. Der Beitrag zeigt ihre Arbeit, ihre Erfahrung und ihre Haltung zur Weiterführung der Künstlerlarven-Tradition.



Warum ist der Beitrag heute noch relevant?

Der Artikel zeigt, dass Basler Larven nicht einfach Saisonprodukte sind. Sie entstehen aus Handwerk, Erfahrung, künstlerischem Ausdruck und dem Verständnis für die Basler Fasnachtskultur.

Kommentare


Newsletter abonnieren & nichts mehr verpassen

Vielen Dank für das Abonnement! Über die wichtigsten Beiträge werden Sie nun informiert.

Schaut doch bei uns auf YouTube vorbei!

bottom of page